Burgwaldschule Frankenberg/Eder
Burgwaldschule Frankenberg/Eder

AG-Umweltschutz

Nistkästen für die Mauersegler an der Burgwaldschule

Am 6. November 2018 haben wir, die Vogelschutz-AG der Burgwaldschule, und der Naturschutzbund (NABU) Frankenberg für die Mauersegler Nistkästen gebaut. Diese Nistkästen sollten gleich am nächsten Tag aufgehängt werden, damit die Vögel gleich ein schönes zu Hause haben, wenn sie im nächsten Frühling aus dem Süden zurückkommen.

Als erstes haben wir die Bretter für die drei Kästen in die passende Form gebracht. Danach haben wir die Bretter vorgebohrt und dann zusammengeschraubt. In das vordere Brett kam dann zum Schluss noch ein Loch. Dieses Loch muss eine bestimmte Größe haben, damit die Küken nicht herausfallen und die Vogeleltern trotzdem gut rein und rausfliegen können. Zusätzlich haben die jungen Mauersegler es so schön warm.

Der Mauersegler ist eine Vogelart aus der Familie der Segler. Er ähnelt den Schwalben.  Sie wiegen ca. 40 gr. Ihre Rumpflänge beträgt durchschnittlich 17 cm, beim Anlegen der Flügel kreuzen sie sich und überragen den Schwanz um etwa vier Zentimeter. Die Flügelspannweite liegt zwischen 40 und 44 cm.

Die Mauersegler halten sich von Anfang Mai bis Anfang August in Mitteleuropa auf.

Sie sind Langstreckenzieher und ziehen zu ihren Winterquartieren nach Afrika. Außerhalb der Brutzeit halten sie sich für etwa 10 Monate nahezu ohne Unterbrechung in der Luft auf.

Der Mauersegler ist größer als die Europäische Schwalbe. Bei ihren Flugmanövern können sie im Sturzflug Geschwindigkeiten von mehr als 200 km/h erreichen.

An der Burgwaldschule, unter dem Dach von den Chemie- und Physikräumen, hat die Vogel-AG Kästen befestigt in denen Mauersegler brüten können. 

Text: Miriam Freitag und Benedikt Wilhelm

Bericht im HR - Alle Wetter

Lotto GENAU: Wie man Vögel abhält gegen Glasfassaden zu fliegen, wie Fall- streifen zustande kommen und was die Online-Lehrkurse der ESA bieten? 

Die Schüler der Burgwaldschule in Frankenberg haben es wirklich drauf. Nachdem sie bereits mit ihrem Projekt einer Schulimkerei im Rahmen der Umweltlotterie GENAU einen Gewinn von 5000 €uro verbuchen konnten, haben sie sich nun mit einem weiteren Projekt bei Lotto Hessen beworben.

 

Unter dem Motto „Vogelzug und Vogelschutz“ wurde in kleinen Arbeitsgruppen nach Lösungen für ein großes Problem gesucht: Denn immer wieder flogen und fliegen Vögel gegen die riesigen Glasscheiben einer Brücke und brechen sich dabei das Genick. Damit in Zukunft kein Vogel mehr sterben muss, haben die Schüler zusammen mit der staatlichen Vogelschutzwarte Frankfurt am Main einen genialen Ausweg gefunden, wie unser „alle wetter!“-Reporter Jochen Schmidt aus Frankenberg zeigt...

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Umweltschutz AG - Vogelschutz an der BWS (Video HR-Alle Wetter!)
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In der hessischen Wetterau konnte ein seltener Gast beobachtet werden:

Die am Schwarzen Meer heimische Schwarzflügel-Brachschwalbe ist erstmals in Hessen gesichtet worden. Auch bundesweit hätten in den letzten 40 Jahren nur insgesamt 25 Exemplare beobachtet werden können(HGON). Aus dem gesamten Bundesgebiet machen sich derzeit Vogelbeobachter auf, um in der Wetterau einen sehr seltenen Vogel zu erleben. Der Vogel sei auf dem Weg vom Schwarzen Meer nach Südafrika, wo er überwintert.  Während die Fotoapparate klacken, sitzt der Ausnahmegast auf den ausgedehnten Schlammflächen im Naturschutzgebiet Bingenheimer Ried und steigt ab und zu auf, um eine Libelle zu schnappen. Dabei leuchten die namensgebenden Unterflügel tiefschwarz, der Flug ist schwalbenähnlich und sehr elegant. Die Naturschutz AG der Burgwaldschule hat einen ganzen Tag am

23.09.17 in Kooperation mit dem Nabu im Bingenheimer Ried verbracht, vielen seltene Vögel beobachtet und die Schwarzflügelbrachschwalbe aufgespürt. Alle Schüler waren begeistert.

Neben der Brachschwalbe stärken sich derzeit viele weitere Watvogelarten in diesem einzigartigen Schutzgebiet für die weitere Reise. Hat die Brachschwalbe schon einen Weg von rund 2.000 km vom Schwarzen Meer hinter sich, können es bei Sichelstrandläufer, Steinwälzer oder Sanderling Sibirien sogar 3.500 km Flugweg sein. Und das, obwohl die kleinen Langstreckenflieger nicht größer sind als eine Amsel. Das Gedränge der vielen Watvögel, Gänse und Enten zeigt, wie wichtig Schutzgebiete wie das Bingenheimer Ried sind – ohne solche Tankstellen würden die Tiere auf ihren weltumspannenden verhungern.

Umweltschutz-AG baut Nistkästen

Umweltprojekt Vogelschutz

Glasfassaden als tödliche Vogelfalle

An der Burgwaldschule werden von den Schülern immer wieder tote Vögel gefunden. Dies liegt vor allen Dingen an der durch große Glasfassaden geprägten Gebäudestruktur.

Die Architektur der Burgwaldschule ist vielgliedrig. Es gibt sechs freistehende Gebäude, welche durch Begrünung mit Bäumen und Sträuchern sowie den Schulhof voneinander getrennt sind. Das Hauptgebäude, die alte Sporthalle und das Naturwissenschaftsgebäude haben besonders große Glasfassaden, in denen sich die Bäume und Sträucher wiederspiegeln.

Wöchentlich werden von den Schülern tote Vögel im Sekretariat gemeldet. Besonders zur Zugzeit im Herbst und Frühling häufen sich die toten Zugvögel. Laut Hausmeister wurden schon bis zu 3 tote Vögel an einem Tag gefunden.

Die große Brücke, die das Hauptgebäude mit den Naturwissenschaften verbindet, scheint für die Vögel eine besonders gefährliche Falle zu sein. Die große Scheibenfront ist für die Vögel nicht erkennbar, und im Hintergrund stehen Bäume und Sträucher als Anflugziel.

Die häufigsten tot gefundenen Arten stellen Blaumeisen, Kohlmeisen, Rotkehlchen und Singdrosseln dar.     

Singdrosseln sind wie z.B. auch Rotkehlchen Nachtzieher. Sie fliegen in der Dunkelheit, um sich vor Prädatoren wie dem Kleinfalken Merlin zu schützen. Große Scheibenflächen werden von den Vögeln durch Lichtreflexion mit Flüssen oder Seen verwechselt. Diese versuchen dort Wasser aufzunehmen, das sie in ausreichender Menge bei den anstrengenden Zugbewegungen brauchen.

Die Singdrossel ist ein Kurzstreckenzieher, der im Mittelmeerraum überwintert und im März zu uns zurückkehrt (wenn er dort nicht geschossen oder gegessen wurde). Statische Schutzmaßnahmen sind nachts wirkungslos.  Daher sollten wir versuchen auch den nachtziehenden Vogelarten Schutz zu bieten und hierzu Ideen entwickeln.

Bei dem drastischen Rückgang von Singvögeln in unserer immer mehr ausgeräumten Kulturlandschaft ist der Tod der Vögel eine enorme zusätzliche Belastung für die Singvogelpopulationen.

Im Rahmen des Biologieunterrichtes wurden vom Biologielehrer und ehrenamtlichem Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland, Jens Freitag mit einer Projektgruppe verschiedene Maßnahmen zum Schutz der Vögel ausprobiert. Daraus folgend wurde ein Projekt im Rahmen der Umweltschule entwickelt.

Umweltschule-AG: Projekt Vogelschutz an der Burgwaldschule
17 Umweltschule Vogelschutz.pdf
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Auszeichnung der BWS zur Umweltschule 2018 (20.09.2018)

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